Samstag, 29. Juni 2013

5. März 2003 - Flug nach Hause

MERLOT VENETO, TERRE PALLAOIANE, sponsored by VOLARE GROUP AIRLINES, ausgetrunken ca. 200 km westlich von Adis Abeba in 9400 m im Luftraum des SUDAN.

Nach harter Nervenprobe befinden wir uns seit ca. 10:00 Uhr endlich in der Luft an Bord eines etwas altersschwachen, leicht fibrierenden Clippers der ital. Fluggesellschaft VOLARE.  Die englischen Ansagen der ital. Crew sind so deutlich wie Suaheli.
Noch 6 Stunden 30 min bis Bruxelle. Unser Anschlussflug nach Munich ist voraussichtlich nicht mehr zu schaffen! Es gibt auch keine Anzeichen, daß der verspätete Start irgendwie durch mehr Geschwindigkeit aufgeholt wird.
Also macht man sich bereits Gedanken über die möglichen Alternativen zur Heimkehr:
1.)        Flug: Brux-Lpzg oder Bln oder Dresden oder Jahnsdorf J
2.)        Schiff : Rotterdam – Hamburg – Elbe stromaufwärts
3.)        Heissluftballon: mit West-Wind Richtung Osten
4.)        Mit Taxi über Paris ?

...ABWARTEN
WIR BLEIBEN OPTIMISTEN, noch in diesem Leben die Heimat wiederzusehen!

Der Ausblick ist übrigens fantastisch. Wir fliegen vorbei am Mt. Kenia (ca. 5000m), überqueren die unendliche Sahara, fliegen dann genau die Ostküste Italiens entlang und haben einen Superblick auf Vendig mit Markusplatz und Canal le Grande. Die Alpen liegen in der prallen Sonne, im Westen ist der Bodensee deutlich zu erkennen. Nach dem Rhein wird der Vorhang zugezogen.

In Brüssel angekommen hetzen wir zunächst zum LUFTHANSA-Gate, um noch eine Maschine zu erreichen, die in 20 min nach München fliegt. Wir kommen noch rechtzeitig zum Gate, werden aber aufgeklärt, dass unser Gepäck in so kurzer Zeit nicht umgeladen werden kann. Wir werden zurückgeschickt: Erst zum sabena-Schalter, wo unsere Tickets überklebt und anschließend am Lufthansa-Schalter neu ausgedruckt werden. Des öfteren kommt die Frage auf, „wie es denn um unser Gepäck steht“. Wir hoffen auf  ein Wunder der Logistik (da die software weder von bitec noch softwareconcept ist, könnte es funktionieren). Die Stunde bis zum Start überbrücken wir mit capuccino und sandwiches. Telefonisch ordert Malis Vater inzwischen für uns einen Mietwagen in München.
Der Flug nach München dauert 1h. Die canadier100 ist nichts für Vollschlanke - ziemlich enge Röhre. Dafür verläuft diesmal alles planmäßig. Sogar unsere Rucksäcke sind an Bord (unglaublich).
Landung, geradewegs zu AVIS und in die Tiefgarage. Wir suchen verzweifelt zwischen hunderten Abstellplätzen... und finden nach 10min doch noch unseren „Wagen“.
Rüchfahrt ohne Probleme, gegen 23:00 Uhr Landung auf dem Kaßberg. Wir klatschen uns herzlich ab und jeder freut sich wohl schon auf zu hause...


                                                                                                                                                        
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TIPS



Ausrüstung positiv getestet

  • Riegel: Schneekoppe Fruchtschnitte, Gletscherkrone Fitness-Riegel. Corny sind dagegen Mist
  • Itex-Tücher – saugen, schnauben, wischen
  • Baumwoll-Innensäcke (f. Schlafs.)
  • Neuseeland Moheer, Einsbreaker (Nachtwäsche), sehr dicht gewebt
  • Raspelle + Hackele (auch zur Wundbehandlung). Im Doppelpack in einer Tüte
  • Landjäger
  • Stirnlampe-Kombin. (LED, nom. Lampe)
  • Schlafmittel (Baldrian)
  • Wassersäcke + Instanttabletten + Vit. C im Röhrchen (Geschmack + Power)
  • Labello
  • Für´s nächste mal, nicht vergessen: Reiseschach / Skatkarten
                                                                                                                                             Ende  J