Um 05:30 Uhr
landet die erste Maschine, so dass wir ab 06:00 Uhr nicht mehr schlafen können
und aufstehen. Kurz eingepackt, gewaschen und raus. Wir finden eine Cafeteria
und warten bei Capuccino und Sandwich auf den Bus.
Der Bus kommt
pünktlich 08:30 Uhr. Das Gepäck wird auf das Dach verladen und los geht es.
Die Fahrt ist
interessant. Wir loben Moos, dass er diese Route gebucht hat.
Zunächst
staune ich – alle fahren links. Linksverkehr.
An den
Strassenrändern schlendern viele Schwarze herum. Es scheint, als hätten sie
nichts zu tun. Alle paar Kilometer sehen wir uns umgeben von Hütten, die bunt
mit Werbung voll und teilweise noch nicht fertig gebaut sind und alles mögliche
anbieten. Wir fragen uns, für wen, denn Touristen halten hier wahrscheinlich
selten. Große Teile des Weges sind rechts und links von Steppe gesäumt. Auf
dieser stehen anfangs noch Bäume. Von Zeit zu Zeit kommen Tierherden am Rand
vorbei, die von Massais gehütet werden, oft auch von kleinen Kindern.
Auch sehen wir
immer wieder Massai, sowohl Männer als auch Frauen, die irgendwie ziellos durch
die Gegend schlendern. Alle haben einen Stock dabei. An der Kleidung. gefallen
mir die Farben. Die (Erde) sieht rot aus und alle paar 100 Meter erheben sich
rote, steile Hügel. Wir vermuten, dass es sich um Termitenhügel handelt.
Dann kommt die Grenze. Vorher müssen wir ein
Einreiseformular – bekannt für Kenia – ausfüllen und ein Einreisedokument für
Tansania. Massaifrauen wollen uns durch die Busfenster Schmuck verkaufen. Der
Busfahrer weist uns an, nichts zu kaufen. Das hängt vermutlich mit der Grenze
zusammen. Im übrigen herrscht ein ziemliches Gewusel im Grenzbereich. Aber
alles scheint organisiert. Nun noch der tansanianische Grenzposten. Umständlicherweise
muss das gesamte Gepäck vom Dach geholt werden. Danach kommt eine dicke
Schwarze und macht an jedes ein Kreuz mit Kreide. Hartmut will sich drücken,
scheitert aber kläglich. Dann geht es weiter. Die Farbe der Erde ändert sich
ins graue. Später ins schwarze. Je weiter wir vorankommen, desto fruchtbarer
wird die Erde. Dann sehen wir zum ersten mal den Kili: ein gewaltiger Berg! Im
Laufe der Fahrt umrunden wir ihn ca. zur Hälfte. Einige Kilometer vor Arusha
beginnt rechts und links Landwirtschaft, Mais im wesentlichen. Dann kommen wir
in die größte Stadt am Kili Arusha. Nach offiziellen Angaben 150.000 Einwohner.
Ungefähr in der Stadtmitte machen wir eine Pause. Wir
nutzen die Pause und gehen ein Bier trinken und essen etwas im Nov-Hotel. 14:00
Uhr geht es weiter. Wir nähern uns jetzt mit großen Schritten Moshi und es
scheint, als würde das Land noch grüner und fruchtbarer. Vermutlich durch den
Berg gibt es hier genug Wasser, die Wolken bleiben an der Südseite des Gipfels
hängen und spenden genug Regenwasser.
Im Moshi
halten wir etwas abseits vom Busbahnhof, aber offensichtlich an der
vereinbarten Stelle.
Denn plötzlich sehen wir am Fenster ein Schild mit unseren
Namen. Matata hat uns also sofort gefunden. Wir begrüßen uns und steigen in den
Jeep von Matata. Unser Ziel ist unser Hotel, das sogenannte „Bufallo“. Wir
checken ein und verabreden uns mit Matata um 16:15 Uhr unten im Restaurant. Als
wir runterkommen, erwartet uns ein großer Teil unserer Mannschaft. Wir
bestellen Bier für alle und Matata erklärt uns das Prozedere. Wir besprechen
die Route und die Preise. Plötzlich kommen die Lichtenwalder reingeschneit. Sie
sind gerade von ihrem Trip zurückgekehrt.
Nachdem wir
alles klargemacht haben, verabschieden wir uns. Start soll morgen um 9:00 Uhr
sein. Jetzt wollen wir uns noch die Stadt anschauen.
Die Stadt ist ziemlich
dreckig. Teilweise befinden sich Stützen unter den Decken der Häuser, die aus krummen
Ästen und Bäumen bestehen.
Trotzdem ist
die Stadt interessant. Überall wuselt es, alle wollen uns etwas verkaufen. Alle
10 Meter Zeitungsverkäufer. Ein Bus will uns irgendwohin fahren. Wir sagen alle
Angebote bis auf eines ab. Hartmut kauft sich einen Safarihut.
In einer Gaststätte nehmen wir ein mittleres Bier zu uns
und bleiben bis zur Dämmerung Dann gehen wir zurück und versuchen, die Kneipe
zu finden, in welcher wir mit den Lichtenwaldern verabredet waren. Der Versuch
misslingt. Ein großartiger, sehr schöner Tag geht zu Ende.
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