Samstag, 29. Juni 2013

22. Februar 2003 - Aufstieg zum Camp Shira

Alle noch da, keiner erfroren. Hartmut ist der gesündeste, er schläft sehr gut. 7:00 Uhr wecken (war nicht erforderlich). Seit 6:00 Uhr Gewusel von ca. 30 Touris + Guides + Trägern + ...
Auf den Zelten gab es Eis! Das Frühstück war ebenso spitze wie das Abendbrot. Üppig, auf den silbernen Tabletts mit allem drum und dran. Unsere Mannschaft kümmert sich aufmerksam um uns. Leider sind alle Gruppen fast gleichzeitig (ca. 8:30 Uhr) aufgebrochen, was zu Staus und ständigen wechselseitigen Überholvorgängen führte. Die meisten sind ganz gut drauf, aber es gibt auch einige Idioten – die es unglaublich finden, wenn man ihre Ausrüstung  berührt. Auch am 2. Tag kein Regentropfen, sondern nur schönes Wetter. Die Route (mit ca. 900 Metern Höhengewinn) verlief zunächst durch Niedrigwald und Gestrüpp. Interessanter waren einige Kraxelabschnitte am Felsen nach dem Verlassen der Baumzone. Hier gibt es nur noch Moos, Flechten, Senezien und auch schöne Blumen. Am half way point wieder ein üppiges Lunch mit viel Früchten (Tomate, Gurke, Limetten, Honigmelone, ...) Die Gurkenscheiben sogar sternförmig ausgeschnitten. Kleine technische Erfahrung: Teebeutel in einem Wassersack sind blöd - saugen sich ganz schlecht an.
Ankunft im Camp II („Shira“, Höhe 3750 m). Schon 14:00 Uhr.
ECHT UNGLAUBLICH! Unsere Zelte waren schon aufgebaut - in bester Lage und besser als von uns selbst. Da noch viel Zeit, noch kleiner Abstecher auf Hügel in der Nähe (nochmal 60 Höhenmeter)
Zwischen der Beschreibung im TANZANIA-Buch (zur heutigen Route) und unseren eigenen Erfahrungen existieren doch erhebliche Abweichungen. Der Typ (im Buch) übertreibt etwas!
GANZ ERFREULICH: Keinerlei Anzeichen von Höhenkrankheit, Kurzatmigkeit und anderen „Ausfällen“. Maximal leichte Kopfschmerzen. Kann morgen schon anders sein...

Am Ende des Tages sind wieder alle Wolken verschwunden und geben den Blick frei auf Moshi und den Kili (imposant!)